Sexualisierte Gewalt in der Lebensgeschichte heute alter Frauen
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Sexualisierte Gewalt in der Lebensgeschichte heute alter Frauen
Folgen für die Betroffenen und Anforderungen an die ambulante und stationäre Altenpflege und Gerontopsychiatrie
Inhalte:
Früher erlebte sexualisierte Gewalt von heute alten Frauen ist ein stark tabuisiertes Thema.
Traumatische Erfahrungen wie Vergewaltigungen und Zwangsprostitution während und nach dem Zweiten Weltkrieg, aber auch sexualisierte Gewalt in der Kindheit, Vergewaltigungen in der Ehe und anderen Bezie-hungen und aktuelle häusliche Gewalt werden meist nicht benannt oder gar aufgearbeitet.
Die alten Traumata werden durch die häufig erlebte Ohnmacht im Alter und in Pflegesituationen für die alten Frauen oftmals wieder belebt. Pflege wird von den meisten Pflegebedürftigen als Grenzüberschreitung wahrgenommen und so erinnern sie durch Pflegesituationen und allgemein im Pflegealltag oftmals wieder frühere Ohnmachtssitutíonen und Grenzüberschreitungen.
Professionelle im Gesundheitsbereich, in der Altenpfle-ge, in der Beratung und Begleitung, aber auch pflegende Angehörige stehen den darauf folgenden Verhaltensweisen wie z.B. Aggressionen, Verweigerung von Pflege und Therapie oftmals hilflos gegenüber.
Die Verhaltensweisen und Symptome der alten Frauen werden mehrheitlich Alterserkrankungen wie der Demenz, HOPS (Hirnorganisches Psychosyndrom), Altersverwirrtheit, Altersdepression zugeordnet und so werden sie entsprechend dieser Diagnosen fehlbehandelt.
Es wird ein Überblick über die verschiedenen Formen sexualisierter Gewalt gegen Frauen, nämlich sexualisierte Gewalt gegen Mädchen, Vergewaltigungen, Vergewaltigungen im Zweiten Weltkrieg und Zwangsprostitution während und nach dem Zweiten Weltkrieg mit Hinweis auf Statistische Zahlen und Erfahrungsberichte von alten Frauen, Beispielen aus der Pflege und anhand einzelner Literatur gegeben.
Ferner wird in die Diagnose Posttraumatische Belas-tungsstörung eingeführt, um Ursachen, Symptome, bestimmte Verhaltensweisen der alten Frauen in der Pflege besser einordnen zu können, von anderen Erkrankungen (z. B. der Demenz) abgrenzen zu können und über entsprechende Interventionsmöglichkeiten zu verfügen.
In dem Seminar geht es einerseits darum, die Ursachen, Verhaltensweisen und Folgen dieser Erlebnisse zu erkennen und zu verstehen, die Ressourcen der Betroffenen zu sehen und zu fördern und ihnen so entsprechende Pflege, Beratung, Unterstützung und Begleitung anbieten zu können.
Ein weiterer Schwerpunkt in dem Seminar liegt auf der Selbstfürsorge für die Pflegenden und der Betroffenen. Dazu werden ressourcenstärkende Übungen und Entlastungsmöglichkeiten vorgestellt.
Zielgruppe:
Professionell Pflegende, alle in der Altenarbeit Tätigen, Auszubildende der Kranken- und Altenpflege, Betreue-rinnen, Beraterinnen
| Zielgruppe: | Frauen |
| besondere Hinweise: | Grundlagenkenntnisse nicht erforderlich |
| Referentin: | Martina Böhmer |
| Veranstaltungstag: | 19.04. und 20.04.2012 |
| Zeitraum: | jeweils 9.00 - 16.30 Uhr |
| Teilnahmegebühr: | 180,00 Euro |
| Veranstaltungsort: | Wiesbaden |



