Kindeswohlgefaehrdung durch sexuelle Gewalt

SR Seminarreihe
Umgang mit Kindeswohlgefaehrdung durch sexuelle Gewalt

Inhalte:

Die Konfrontation mit sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen löst auch bei Fachkräften eine große emotionale Betroffenheit und einen hohen Handlungsdruck aus. Für einen professionellen
Umgang mit Betroffenen und ihren Familien sind ein umfassendes Wissen sowie die Auseinandersetzung mit eigenen, durch das Thema ausgelösten Gefühlen hilfreich.
Die Abklärung einer Vermutung und Planung einer Intervention zum Schutz vor weiterer sexueller Gewalt gegen ein Mädchen oder einen Jungen ist ein sensibles und hochkomplexes Arbeitsfeld.
Meist ist eine Zusammenarbeit verschiedener Fachpersonen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern notwendig.

Die Module dieser Seminarreihe sollen Fachkräfte befähigen, Hinweise auf sexuelle Gewalt zu erkennen und zu verstehen.
Schwerpunkt der Fortbildungstage ist das Kennenlernen von Handlungsschritten zur Abklärung einer Vermutung und zur Interventionsplanung, um kompetent mit einer Kindeswohlgefährdung
durch sexuelle Gewalt umzugehen.

Zielgruppe:

Pädagogische und beratende Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie Fachpersonen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit Interventionen planen und umsetzen.

Modul 1: Grundlagenseminar zur Einführung in die Thematik der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

•Was ist sexuelle Gewalt?
•Psychodynamik des betroffenen Kindes
•Täterstrategien
•Folgen und Auswirkungen der sexuellen Gewalt
•Reflektion eigener Unsicherheiten
•Möglichkeiten und Grenzen des eigenen professionellen
•Handlungsspielraums
•Psychohygiene

Ziel ist die Vermittlung von Grundlagenwissen als Voraussetzung für den kompetenten Umgang mit einer Vermutung und für eine fundierte Interventionsplanung.

Mittwoch, 21.3.2018 – 9.00 bis 16.30 Uhr
Referentin: Anika Nagel

Modul 2: Umgang mit einer Vermutung einer Kindeswohlgefährdung durch sexuelle Gewalt

•Erkennen von versteckten und / oder offenen Hinweisen von Kindern und Jugendlichen zu sexueller Gewalt (Aussagen, Beobachtungen, Auffälligkeiten in der Entwicklung)
•Erarbeitung von Handlungsschritten zur Abklärung einer Vermutung
•Kennenlernen von Kriterien für die Einschätzung einer Vermutung
•Was brauchen Mädchen und Jungen, um sich mitzuteilen?
•Vorstellung möglicher Gesprächs- und Spielangebote Gestaltung des Umgangs mit dem betroffenen Kind und dessen Unterstützung
•Gestaltung des Umgangs mit den Eltern bei einer Vermutung
•Vorstellen von hilfreichen Arbeitsstrukturen

Mittwoch, 11.4.2018 – 9.00 bis 16.30 Uhr
Referentin: Marina Rabe

Modul 3: Planung und Durchführung von Interventionen bei Kindeswohlgefährdung durch sexuelle Gewalt

•Kennenlernen von notwendigen Schritten zur Beendigung der sexuellen Gewalt
•Auseinandersetzung mit Erschwernissen und Stolpersteinen bei der Planung und Umsetzung von Interventionen
•Adäquate Unterstützung für die Betroffenen und ihre Familien
•Vorstellung des langjährig erprobten Wiesbadener Konzepts „Institutionelle Kooperation bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen“
•Kooperation und Verantwortung der verschiedenen Fachpersonen und Institutionen
•Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen (§ 4 KKG und § 8a und 8b SGB VIII, Datenschutz, Schweigepflicht)
•Überlegungen pro und contra einer Strafanzeige

Mittwoch, 6.6.2018 – 9.00 bis 16.30 Uhr
Referentin: Brigitte Weiss

Zielgruppe:
besondere Hinweise:
Referentin:Anika Nagel, Marina Rabe und Brigitte Weiss
Veranstaltungstag:Mittwoch, 21.03.2018, Mittwoch, 11.04.2018 und Mittwoch, 06.06.2018
Zeitraum:9.00 bis 16.30 Uhr
Teilnahmegebühr:270.- Euro
Veranstaltungsort:Wildwasser Wiesbaden e.V., Fortbildungszentrum Dostojewskistr. 14, 65187 Wiesbaden
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